Falknis 2562 m.ü.M - Das Tor Graubündens

Der Falknis ist ein Berg oberhalb des Rheintals im Schweizer Kanton Graubünden. Dieser westliche Eckpfeiler des Rätikons bietet ein unvergleichliches Bergpanorama.


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Mit der Älplibahn – die ich vorher reservieren musste – überbrücke ich die ersten 1'200 Höhenmeter nach oben. Nun beginnt meine Tour: Zuerst führt der Wanderweg auf einem breiten Pfad entlang des Hangs, ohne große Steigungen, nach Norden. Noch liegt hier alles im Schatten – angenehm kühl.

Der Alpweg bringt mich über einen kleinen Pass auf rund 2'000 m. Nun geht es ein Stück bergab, um dann ins Fläscher Tal hinüber zu queren.


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Ich erreiche den Eingang zum Fläscher Tal, wo bereits der erste und zweite der drei Seen dieses Tals auf mich warten.


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Nach dem Mittleren See und der kleinen Alp Obersäss wird der Weg deutlich anstrengender – auch die Sonne gibt alles. Ich fühle mich schon wie ein Wasserfall.
Der Pfad führt mich nun über Wiesen und entlang des Walenbachs weiter talaufwärts.


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Dann komme ich am dritten und letzten See vorbei, dem Obersten See. Wahnsinn – dieser wunderschöne Bergsee, umgeben von Bergen, die sich im Wasser spiegeln!
Ab hier geht es immer steiler bergauf, der Weg wird zunehmend steinig und alpiner. Schließlich erreiche ich den Pass am Ende des Tals – das Fläscher Fürggli.


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Ab dem Fläscher Fürggli biege ich nach rechts ab und steige über den breiten Grat weiter hinauf zum Falknis.
Die Route ist zwar zügig ansteigend, aber bleibt für mich relativ einfach. Ich brauche die Hände nicht und der Weg ist auch nicht besonders ausgesetzt.


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Das Gipfelkreuz scheint sich nur langsam zu nähern – der Weg wird immer gerölliger, aber auch attraktiver.
Es geht steil bergauf, in der prallen Sonne. Doch dann ist das Kreuz endlich in Reichweite – ein letzter kleiner Aufschwung und ich habe es geschafft.


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Das Gipfelkreuz des Falknis, mit dem 2'000 m tiefer liegenden Rheintal im Hintergrund, macht den Aufstieg absolut lohnenswert.
Der Rundumblick ist einfach fantastisch.

DER MOMENT, WENN ALLE IM TAL SCHWITZEN UND ICH AM GIPFEL SITZE – UND MIR EIN JÄCKLI ANZIEHEN MUSS – IST UNBESCHREIBLICH!!!


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Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route. Da die Zeit drängt und ich mit der Bahn ins Tal zurück möchte, gehe ich zügig zurück zur Älplibahn.


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Schwierigkeiten:
Der Falknis ist ein lohnendes Ziel für eine Bergtour. Der Weg ist relativ einfach für geübte Alpinisten – ab dem Fläscher Fürggli wird es etwas alpiner.
Für die gesamte Tour sollte man rund acht Stunden einplanen. Etwas nervig, wenn auch verständlich, finde ich die obligatorische Reservierung der Älplibahn – man hat dadurch beim Tourengehen einen fixen Zeitrahmen.


Route:
Älplibahn – Fläscher Fürggli – Falknis: T3, 4 Std.
Falknis – Fläscher Fürggli – Älplibahn: T3, 3 Std.

Gesamtzeit: ca. 8 Std.
Gesamtaufstieg: 1'220 hm
Gesamtabstieg: 1'220 hm
Distanz: 18,9 km