3x 3000er-Gipfel in der Silvrettagruppe zwischen Österreich und der Schweiz – die Breite Krone (3.079 m ü. M), der Grenzeckkopf (3.048 m ü. M) und die Bischofspitze (3.029 m ü. M).
Meine Tour startet bei der Heidelberger Hütte und führt mich über die drei Gipfel bis zur Jamtalhütte.

Tag 1
In Ischgl nehme ich die Silvrettabahn bis zur Mittelstation – von dort aus starte ich meine Tour. Der Weg führt durchs Fimbatal, vorbei an der Bodenalpe, der Gampenalpe und der Fimbaalpe bis zur Heidelberger Hütte.
Der Weg ist im Prinzip eine Straße – also ein ziemlich langweiliger Hüttenanstieg. Nach über drei Stunden erreiche ich mein Ziel.

Tag 2
Hinter der Hütte geht es weiter durchs Fimbatal – der Weg steigt moderat an und führt ins Hochtal Foppa Trida. Ab hier wirkt die Landschaft immer mehr wie eine Mondlandschaft.
Steiler geht es nun über Moränenschutt, vorbei an den Gletscherresten des Vadret da Fenga, bis zum Falschen Kronenjoch (2.958 m ü. M).

Ich steige nun auf einem unmarkierten Weg in westlicher Richtung zum ersten Gipfel auf. Die Route ist einfach, über ein paar Serpentinen geht es nach oben.

Und da ist er – mein erstes Ziel: der erste 3000er ist erreicht!
Die Aussicht: traumhaft. Ein unglaubliches Panorama auf – gefühlt – tausende von Bergen.
Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg. Vom Falschen Kronenjoch ist es dann nicht mehr weit bis zum richtigen Kronenjoch (2.974 m ü. M), wo ich die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz überquere.

Von hier steige ich nach Südwesten über den breiten Grat zur Bischofspitze (3.029 m ü. M).

Weiter geht’s mit dem Gipfelsammeln. Über den Grat geht es hinauf, ein paar Steilstufen später stehe ich auf dem dritten Gipfel: Grenzeckkopf (3.047 m ü. M).
Ich genieße kurz die Aussicht – das Wetter ist ungewiss, deshalb gehe ich zügig weiter.

Etwas unterhalb des Gipfels folge ich dem Kamm in westlicher Richtung hinab zum Futschölpass (2.768 m ü. M).
Dort treffe ich auf den Weg zur Jamtalhütte. Ich steige nordwärts an einer alten Zollhütte vorbei ins Futschöltal ab.
Kurz vor dem Finanzerstein – ein großer Felsblock mit Unterstand – trifft mein Weg auf die Route, die direkt vom Kronenjoch herabführt.
Weiter abwärts, vorbei am Breiten Wasser, erreiche ich schließlich die Jamtalhütte
(2.165 m ü. M).

Tag 3
Nach dem Frühstück in der Hütte entscheide ich mich spontan, aufs Westliche Gamshorn zu gehen.
Wettertechnisch eher bescheiden – oberhalb wahrscheinlich Schnee! Mal schauen...

Von der Jamtalhütte gehe ich ostwärts dem Futschölbach entlang bis zur beschilderten Abzweigung bei einem großen Felsblock. Hier halte ich mich links und steige nordostwärts über steiles Grasgelände auf. Nach einer Geländestufe geht’s mühsam über ein loses Geröllfeld weiter.

Das Highlight des Tages: Im Nebel konzentriere ich mich auf den Aufstieg – plötzlich höre ich das Heulen von Steinböcken. Was für ein schönes Gefühl – ich und die Wildtiere, zwischen Nebel, Regen und Schneefall.
Es geht weiter...
Aufstieg über Schutt und Geröll bis zu einem sperrenden Felsgürtel.

Es liegt zunehmend Schnee, aber die Schwierigkeiten bleiben moderat. Teilweise muss ich mir eine eigene Spur legen, da die Markierungen verschneit sind.

Ich halte mich kurz rechts über eine versicherte Felsstufe. Diese führt über eine Einsattelung östlich des Gipfels. Von dort sind es nur noch wenige Meter nach links zum Gipfelkreuz.

Am Gipfel des Westlichen Gamshorns (2.987 m ü. M) angekommen.
Das Panorama: Schneesturm. Ich steige sofort wieder ab – das Wetter überzeugt mich nicht.
Der Abstieg ist keine große Rutschpartie im Schnee, aber ich gehe dennoch zügig hinunter.


Der Rest der Tour ist einfach – über markierte Wege an der Jamtalhütte vorbei und weiter nach Galtür.

Schwierigkeiten:
Einfache Hütten- und Gipfeltouren – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind aber gefragt.
Im Neuschnee braucht es alpine Erfahrung und gute Wegbeurteilung.
Technische Details / Einschätzung:
- Aufstieg zur Heidelberger Hütte: T2
- 3x 3000er: T3
- Abstieg zur Jamtalhütte: T3
- Auf- & Abstieg Westliches Gamshorn: T3+
- Abstieg Jamtalhütte – Galtür: T2