Meine ViaJura Runde 5.0 - Top of Solothurn

Heute soll es auf den höchsten Solothurner gehen, über eine eher unbekannte Route auf die Hasenmatt. Das schmale Tälchen des Brügglibachs, die Felsköpfe der Stallflue, die Aussicht von der Hasenmatt und der wilde Aufstieg ab Oberdorf sind die Highlights dieser Tour.


3. Mai 2026


1 Start in Oberdorf, dem Weberhüsli linkerhand folgend auf einen in der Landeskarte eingezeichneten Pfad ohne Markierung zum Punkt 949 m. Der Abzweig ist nicht sehr deutlich, sodass ich ihn zuerst verpasse. Danach werden die Pfadspuren jedoch deutlicher.


2 Nun steigt der Pfad merklich steiler an und wegen des vielen Laubs ist etwas Vorsicht geboten. Beim Punkt 949 lasse ich es mir nicht nehmen, etwas auf den Felsen herumzukraxeln und dabei einige imposante Tiefblicke zu geniessen.


3 Anschliessend führt der Weg über eine kurze, gut gestufte Felsstufe auf den Grat. Abwechslungsreich führt mich dann der schmale Pfad über wurzel- und felsdurchsetztes Gelände zur Gitziflue, wo zwei Gemsen an mir vorbeispringen. Ausser diesen beiden tierischen Trailrunnern bleibt es einsam.


4 Eine grossartige Aussicht gibt es an der Gitziflue allerdings nicht. Der höchste Punkt der Gitziflue liegt zwischen Bäumen und Felsen, aber die Waldstücke sind wirklich wunderschön zum Wandern. Manchmal muss ich mich richtig durch Gebüsche hindurchkämpfen und den Weg selbst ein wenig suchen.


5 Erst kurz vor der Hasenmatt trete ich aus dem Wald und die Aussicht öffnet sich zu den drei Seen, über Solothurn bis weit in die Berner und Walliser Alpen.


6 Der nordseitige Abstieg von der Hasenmatt durch ein kurzes Waldstück gestaltet sich etwas anspruchsvoller, da die Treppen etwas schlüpfrig sind. Etwas neben den Treppen findet sich jedoch immer genügend Halt. Der folgende Gegenanstieg zum flachen Plateau der Stallflue ist dagegen rasch geschafft.


7 Entlang der Abbruchkante wandere ich nun am Kreuz der Stallflue vorbei zum Punkt 1399 m. Nach einigen Blicken über die Kante in die enorme Tiefe laufe ich weiter entlang der Abbruchkante bis zum Obergrenchenberg.


8 Vom Grenchenberg aus gehe ich nach einer Pause den Abstieg an. Über das Ängloch geht es sehr steil in Serpentinen hinunter zum Bettlachberg und weiter nach Bettlach.


9


Schwierigkeiten:
Geissflue – Gitziflue: T3
Hasenmatt – Stallflue: T2
Obergrenchenberg – Bettlach: T2


Daten:
Distanz: 17.19 km
Höhenmeter: 1093 m ⬆️ / 1309 m ⬇️ Zeit: 7.5 Std.


Fazit:
Ein geniales Gefühl, über die frühlingshaften Jurahöhen zu wandern. Kilometerlange Grate bieten herrliche Tiefblicke in die umliegenden Gegenden.