Es ist wieder Zeit für eine Long-Distanz-Tour.
Es ist ein bisschen verrückt, aber genau das liebe ich.
Ich möchte von Delémont im Jura über Kleinlützel, den Chall, die Eggflue nach Grellingen und weiter das Kaltbrunnental hinauf nach Hause nach Nunningen.
Und loooos: 3. April 2026

Vom Bahnhof Delémont aus folge ich dem markierten Wanderweg, zuerst wenig schön bis zum Ortsrand, dann zunehmend romantisch mit leichtem Gefälle der Birs entlang.

Ich verlasse nun das Städtchen Delémont und gehe ziemlich steil den Wald hinauf. Bei der schönen Ruine Vorbourg vorbei und in Serpentinen wieder hinunter zur nächsten Ortschaft: Soyhières.

Am Anfang etwas langweilig der Bahnstrecke entlang, bis ein Hund mir das Fürchten lernt. Mit grossen Schritten gehe ich weiter. Über Matten, Forstwege und Naturstrassen, immer mit leichtem Gefälle, es werden Kilometer um Kilometer gemacht. Später nehme ich dann den Abzweig nach Kleinlützel.

In Kleinlützel, nahe der französisch-schweizerischen Grenze, suche ich den Wegweiser und gehe weiter. Der Pfad steigt sofort unter den Felsbändern an. Ich steige nun gemütlich hoch, immer wieder über Waldwege und durch lichter werdende Wälder.

Das Jura habe ich nun verlassen, jetzt befinde ich mich im Baselbiet. Über Wiesen geht es zur Challhöchi und zum Challpass. Höhe haltend zu den Abbrüchen der Challplatten. Auf dem Brunnenberg, entlang der alten Berner Kantonsgrenze, am Mätzerlechrüz vorbei zum Blauepass.

Die Wege wechseln sich stetig ab, von Forststrassen bis zu kleinen Weglein, aber nie schwierig. Immer wieder schöne Aussichten hoch über den Dächern des Laufentals.

Ich merke extrem, dass ich schon sehr viele Kilometer in den Beinen habe. Nun folgt der Abstieg zum Blattenpass, gefolgt vom zweitletzten Aufstieg des Tages zur Eggflue.

Ich geniesse nun die Aussicht auf der Eggflue. Ich mache meine erste Pause nach 8 Stunden Wandern und esse etwas, damit ich wieder zu Kräften komme!

Voller Energie und Wille steige ich wieder nach Grellingen ab. Kurz vor dem Dorf bin ich echt ausser mir, wie schön doch hier der Weg durch enge Gassen mit romantischem Flair führt.

In Grellingen suche ich die Wandertafel, da ich gespannt bin, wie weit es noch bis zu meinem Ziel ist. Leider ist nichts angeschrieben, aber es dürften etwa 2,5 Stunden sein. Ich gehe nun zum Chessiloch und in das wildromantische Kaltbrunnental hinauf.

Der Lehrpfad am Bach entlang zeigt wunderschöne Gegensätze des heutigen Tages. Immer dem Bach folgend gehe ich gemütlich mit wenig Steigung nach oben. Beim nächsten Abzweig nehme ich den Wegweiser Richtung Roderis.

Beim Weiler Roderis wird es langsam dunkel, ab nach Hause!
Ich nehme hier ein paar Abkürzungen über die Golette hinauf zum Nunninger Vitaparcours. Nun ist es Nacht. Ich grüsse die Füchse und den Uhu im finsteren Wald, die ich höre.
Angekommen in Oberkirch, noch die letzten Meter nach Hause!
Ich bin ziemlich kaputt und meine Füsse fühlen sich nach 46 km völlig zerstört an. Das nennt man wohl Plattfüsse!
THE END!!!!!

Daten:
Schwierigkeit: T1–T2
Distanz: 46.6 km
Zeit: 13 Stunden
Höhenmeter: ⬆️ 1650 m ⬇️ 1440 m
Fazit:
Sehr lange Tour von Delémont nach Nunningen!
Die Wege führen meist über Forststrassen und Pfade im einfachen Gelände.