Haldensteiner Calanda 2805 m.ü.M - der Klassiker - kein Bier und trotzdem ein Calanda.

Eine klassische Bergtour auf den Churer Hausberg. Höchster Gipfel des Calandamassivs – mit einer beeindruckenden Aussicht. Markant sind die plattigen Felswände und der abfallende Gipfelgrat.


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Mein Tourstart ist bei der Vazeralp, die ich über eine lange Alpstraße mit dem Auto erreiche. Ein schmaler Pfad führt mich von der Alp durch blumenreiche Wiesenhänge – aussichtsreich und zügig zur Wolfsegg, wo sich eine weite Ebene vor dem mächtigen Calandamassiv ausbreitet.


3.1


Hier beginnt das Murmeliland. Die putzigen Tierchen sonnen sich ganz entspannt – ein herrlicher Anblick.


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Ich gehe weiter zur Calandahütte – durch eine idyllische Wiesenlandschaft.


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Ab der Hütte beginnt der eigentliche Aufstieg zum Gipfel. Die auf über 2000 m gelegene Calandahütte lasse ich hinter mir, und es warten noch rund 700 Höhenmeter bis zum Grat. Erst geht es über steile Wiesen, dann über Schotterhänge – ich steige stetig auf.


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Es wird immer steiniger – im Steilhang ist die Spur aber gut erkennbar. Die schottrige Unterlage bietet zwar wenig Halt, ist aber überraschend einfacher zu gehen, als sie aussieht. Jetzt bin ich an der Steilstufe angekommen – vielleicht sehe ich gleich schon das Gipfelkreuz?


6.1


Plötzlich ändert sich das Szenario schlagartig: Der Blick auf die umliegenden Berge ist einmalig – so viele Farben, Formen, einfach fantastisch! Der Weg wird hier oben etwas flacher – wie eine Hochebene aus Stein.


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Zunächst ist der Weg noch idyllisch – aber da vorne sieht man schon, dass es bald spannender wird.


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Der Weg führt jetzt vom wenig ausgesetzten Grat auf die Westseite des Calanda. Eine kurze Kletterstelle bringt Abwechslung – man braucht die Hände ein wenig, aber es macht Spaß. Auch wenn der Weg für mich nicht besonders schwierig ist, muss man mit dem 1900 m tiefen Blick ins Taminatal klarkommen – das ist nichts für schwache Nerven.


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Der Nervenkitzel des Tages: die Hangquerung direkt vor dem Gipfel. Das Kreuz kommt immer näher – die Passage ist ziemlich ausgesetzt, aber einfach nur geil. Geschafft!!!


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Zeit für eine aussichtsreiche Pause. Der Gipfel ist klein und bietet wenig Platz – genau wie ich es mag
Ein fantastischer Moment: die Weite, die Tiefblicke, das Gefühl, ganz oben zu stehen – unbeschreiblich.


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Nach etwa einer halben Stunde mache ich mich an den Abstieg – auf demselben Weg zurück.
Da für den Abend ein Sommergewitter angesagt ist, steige ich zügig zur Calandahütte ab, wo ich natürlich noch einkehre, bevor es zurück zur Alp geht.


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Schwierigkeiten:
Einige rutschige Schotterpassagen, eine Kletterstelle unterhalb des Gipfels, bei der man die Hände braucht.
Etwas Schwindelfreiheit ist bei der Querung kurz vor dem Gipfel erforderlich.


Route:
• Vazeralp – Calandahütte: T2, ca. 1,5 Std.
• Calandahütte – Haldensteiner Calanda: T3, ca. 2 Std.
• Calanda – Calandahütte – Vazeralp: T3, ca. 2,5 Std.


Gesamtzeit: ca. 6 Std.
Gesamtaufstieg: 1200 hm
Gesamtabstieg: 1200 hm
Distanz: 13,34 km