Roslenfirst 2151 m.ü.M - vom Rheintal in den Alpstein!

Alpsteinrunde und der Insta-Hotspot?!?

Eine Tour im herbstlichen Ambiente – die alles zu bieten hat, was den Oktober auszeichnet. Vom Social-Media-Hotspot mit vielen Menschen bis zum Gipfelglück, wo ich meilenweit allein unterwegs bin – das sind echt gute Gegensätze, die sich anziehen.


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11. Oktober 2025
Mit der Bergbahn in Frümsen fahre ich zuerst hinauf zur Stauberen. Was für eine unglaubliche Bergfahrt – hinein ins Nebelmeer, und kurz vor der Bergankunft tauche ich daraus auf. Die Sonne ist gerade frisch über dem Meer aufgegangen – Faszination pur! Da stockt einem der Atem – dieser Augenblick, kein Geld der Welt kann diese Natur bezahlen. Nach ein paar Fotos vom Berggasthaus Staubern mit der Stauberenkanzel mache ich mich auf den Weg Richtung Saxerlücke, denn ich habe noch einen langen Weg vor mir. Kurz nach dem Berggasthaus wird der Weg recht anspruchsvoll: Es geht durch felsiges und anfangs steil abfallendes Gelände, bevor der Pfad wieder aufwärts zum Sattel führt.


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Auf diesem Wegstück bietet sich eine fantastische Aussicht auf den Säntis, Altmann, Hundstein und die Bollenwees mit dem Fählensee. Nach einem langen Gratstück geht es etwa 130 Höhenmeter hinab zur Saxerlücke.
Die Sonne strahlt langsam über die Berge – das Nebelmeer wird heute wohl den ganzen Tag zu sehen sein.


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Nun sehe ich zum ersten Mal die Kreuzberge in voller Pracht – Wahnsinn, diese Felszacken! Es geht in ein paar Serpentinen steil bergab. Immer wieder sieht man Menschen, die von den unmöglichsten Stellen ihr Foto schießen, um ihr Bild möglichst spektakulär wirken zu lassen – teils mit Turnschuhen und völlig ungeeigneter Ausrüstung.
Da kann ich nur den Kopf schütteln.


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Unten bei der Saxerlücke schaue ich mir das Naturphänomen an. Die Sonne strahlt bereits in voller Pracht, und das Nebelmeer – einfach unbeschreiblich! Die Kreuzberge sind echt genial – eine beeindruckende Laune der Natur.


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Weiter geht es von der Saxerlücke bis zum Mutschensattel über einfache Wege, immer am Fuß der wunderschönen Kreuzberge entlang, wo sich an diesem herrlichen Tag viele Bergsteiger tummeln.


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Vorbei an der Roslenalp wird es nun etwas feuchter – sehr rutschig, und der Schnee kommt schon ein wenig zum Vorschein.


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Und dann ein weiteres Naturspektakel: Genau zur richtigen Zeit erreiche ich das Kreuzbergloch, durch das wunderschön die Sonne scheint. Weiter geht’s über ein Schneefeld und ein paar Kehren hinauf – kurz vor dem Mutschensattel habe ich den längsten Aufstieg des Tages hinter mir.


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Natürlich gehe ich auch noch auf den Mutschengipfel – nur 20 Minuten im einfachen Gehgelände, und ich bin oben. Dort genieße ich die Aussicht und das Nebelmeer bis zu den Churfirsten.


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Nächster Gipfel: Roslenfirst.
Nach dem Abstieg zum Mutschensattel folge ich einer unmarkierten Wegspur durch einfaches Grasgelände hinauf. Oben am Gipfel genieße ich die Ruhe – normalerweise muss man im Alpstein solche Orte lange suchen, wenn man die Stille erleben möchte.


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Schon wenige Minuten nach dem Verlassen des Gipfels treffe ich wieder auf den markierten Wanderweg, der sanft absteigend zum Zwinglipass und zur gleichnamigen Hütte führt. Da ich Gipfel sammele, nehme ich den Chreiealpfirst und den Ruchbüel noch mit. Beim Ruchbüel mache ich eine Überschreitung – weglos über ziemlich steiles Gelände direkt hinauf und wieder hinunter zur Zwinglipasshütte. Mit etwas Gespür und Erfahrung in diesem Gelände kann man die direkte Route zur Hütte gut nehmen. Nach einem Kaffee bei der Hütte steige ich über den Wanderweg nach Wildhaus ab – dort steht mein Auto.


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Schwierigkeiten:
Stauberen – Saxerlücke – Mutschensattel – Mutschengipfel: T2–T3
Mutschensattel – Roslenfirst – Zwinglipass – Wildhaus: T3


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Zeiten:
Stauberen – Saxerlücke – Mutschensattel – Mutschengipfel – Roslenfirst: ca. 3,5 Std.
Roslenfirst – Chreiealpfirst – Ruchbüel – Zwinglipass – Wildhaus: ca. 3,5 Std.


Höhenmeter:
Aufstieg: 900 hm
Abstieg: 1600 hm