Diese Bergtour erfordert Schwindelfreiheit, höchste Trittsicherheit und Erfahrung in der Kletterei.

Ich starte am Parkplatz in Pfelders. Ich folge dem Weg 6A Richtung Zwickauer Hütte. Der Weg führt zuerst auf mehreren Rippen bergan und quert mehrere Bäche, bevor er unterhalb der Schneidealm schräg aufwärts führt.

Weiter geht es oberhalb der Alm erst schräg, dann ein kurzes Stück fast eben und dann steil eine Geländestufe in Serpentinen Richtung Zwickauer Hütte. Mein heutiges Ziel ist erreicht, da ich in der Hütte nächtige.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück:

Ich lasse die Hütte rechts liegen und steige in den Gipfelaufbau ein. Zuerst geht es steil und teilweise ausgesetzt auf den Ostgrat hoch. Kurz hinter dem Einstieg verklettere ich mich, kann jedoch zum Anstiegsweg queren. Schliesslich erreiche ich den Ostgrat, auf dem es jetzt Richtung Gipfel geht. Dann ist sie da, die Schlüsselstelle. Ich gehe in die schmale, ausgesetzte Gratscharte hinunter und begutachte die Möglichkeiten, den Aufschwung auf der anderen Seite zu bezwingen.

Und schon habe ich ihn geschafft. Befriedigung macht sich breit. Ich hoffe nur, dass auf dem Weg zum Gipfel nicht noch ähnliche Schlüsselstellen lauern. Der Weg zum Gipfel zieht sich, aber dann stehe ich oben am Gipfelkreuz.
Leider hatte es Nebel und so mache ich mich nach einem sehr kurzen Gipfelrast dann wieder an den Abstieg. Die Schlüsselstelle gehe ich auch im Abstieg so konzentriert an, dass sie keine Probleme macht. Danach geht es zuerst zurück zur Zwickauer Hütte und anschliessend wieder nach Pfelders.

Schwierigkeiten: Bis zur Zwickauer Hütte ausgeschildert und markiert T3. Zum Gipfel Steinmännchen, Steigspuren und teilweise Markierungen, Kletterei im 2. Grad, hochalpines Gelände T5.
Aufstieg von Pfelders bis zur Zwickauer Hütte 1300 Höhenmeter in 3 Stunden, zum Hinteren Seelenkogel ab der Hütte 500 Höhenmeter in 1.5 Stunden. Abstieg nach Pfelders 3 bis 4 Stunden.