Pizol 2'844 m.ü.M - Kaiserlich über dem Wildsee

Majestätisch erhebt sich der Pizolgipfel bis auf 2'844 m ü. M. Die alpine Route führt vorbei am bekannten Wildsee, entlang der Reste des Pizolgletschers hinauf auf den Gipfel.


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4. September 2022
Im Pizolgebiet fahre ich zuerst mit der Bergbahn hoch zur Bergstation Gaffia. Leider ist das Wetter immer noch ziemlich schlecht: leichter Regen, 7 Grad, und dichter Nebel, der die Sicht auf wenige Meter beschränkt. Ich verlasse mich auf den Wetterbericht, der für den Nachmittag Sonne pur angekündigt hat. Also mache ich mich auf den Weg zur Wildseeluggen. Zuerst geht es relativ flach Richtung Bölli und dann in vielen Serpentinen unter den Schwarzen Hörnern hinauf zur Wildseeluggen. Nun im Eilzugtempo – der Nebel zieht ab, und jetzt sieht es vielversprechend aus.


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Bei der Wildseeluggen wird das Wetter immer besser – so liebt man die Berge. Hier habe ich bereits eine großartige Sicht auf den Wildsee, die Überreste des Pizolgletschers, den Pizol selbst und natürlich auch auf die umliegenden Berge. Da es immer noch frisch ist, halte ich mich nicht lange auf und gehe gleich weiter Richtung Pizol. Ab hier ist der Weg blau-weiß markiert und führt in leichtem Auf und Ab oberhalb des Wildsees weiter hinauf.


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Aktuell komme ich nicht besonders schnell vorwärts, da der Weg meist über große Steine und Felsen führt. So zieht es sich bis hinauf zum Pizolsattel.


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Am südlichen Ende des Wildsees geht es zuerst flach, danach etwas steiler weiter aufwärts Richtung Pizolgletscher. Kurz bevor ich den Gletscher erreiche, biegt der Weg ab und führt am linken Rand des Gletschers hinauf bis zum Grat.


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Bis hierhin ist nichts schwieriger als T3, und die wenigen etwas ausgesetzten Stellen sind alle mit Stahlseilen gesichert.


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Auf dem Grat angekommen, wird es bis zum Gipfel etwas ausgesetzter – aber auch hier sind an allen heiklen Stellen Stahlseile angebracht. Trotzdem würde ich diesen Abschnitt als T4 einstufen. Zuerst führt der Weg etwas abwärts bis zum Pizolsattel und anschließend im Südhang des Pizols hinauf zum Gipfel. Ab dem Pizolsattel ist der Weg zwar nicht mehr markiert, aber auch nicht zu verfehlen – das Gipfelkreuz ist gut sichtbar.


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Oben am Gipfel – Spektakelaussicht! Wieder einmal wunderbar, in den Felsen zu stehen. Meine Gipfelpause besteht aus Fotos machen, einem Schluck zu trinken und dem Genießen der Aussicht. Am Gipfel treffe ich andere, die scheinbar ihren halben Kühlschrank dabei haben und vor lauter Essen die Aussicht vergessen. Aber jedem das Seine. Ich selbst nehme meist zwei Appenzeller Bärli-Biber mit auf den Gipfel.


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Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg wie der Aufstieg.

Tipp:
Nach der Gipfeltour kann man noch die 5-Seen-Wanderung anhängen.


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Schwierigkeiten:
• Auf- und Abstieg Bergbahn Gaffia – Wildseeluggen: T3
• Auf- und Abstieg Wildseeluggen – Pizolsattel – Pizol: T4+
Diese alpine Route zum Pizolgipfel ist blau-weiß markiert und erfordert Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit. Es handelt sich um eine anspruchsvolle Tour im Hochgebirge.


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Zeiten:

  • Bergbahn Gaffia – Wildseeluggen – Pizol: ca. 4 Std.
  • Pizol – Wildseeluggen – Bergbahn Gaffia: ca. 3 Std.

    Höhenmeter:

  • Aufstieg: 1'000 hm
  • Abstieg: 1'000 hm