Vom Jura ins Schwarzbubenland:
Für diese lange Jura-Tour möchte ich von der historischen Stadt Moutier über die Moutier-Schlucht und weiter über die beiden Höhenzüge Mont Raimeux und Hohe Winde nach Beinwil wandern.
17. Mai 2026

9 Std. bis Hohe Winde:
Die Strecke auf den Mont Raimeux ist beim Bahnhof Moutier gut ausgeschildert. Ich gehe zuerst durch sonnige Neubauquartiere, bis der Weg nach links in den Wald abzweigt.

In Serpentinen geht es hinauf, wobei man zweimal schöne Aussichtspunkte über den Felsen der Gorges de Moutier passiert.

Auf der flacheren Höhe des Bergrückens angekommen, wird die Gegend etwas eintönig. Über Forstwege gehe ich an intensiv bewirtschafteten Höfen vorbei.

Auf 1240 m erreiche ich die SAC-Hütte der Sektion Delémont, die etwas versteckt im Wald liegt und kaum Aussicht bietet. Von dort ist es nur noch kurz bis zur Siedlung Raimeux de Grandval und von hier noch kürzer bis auf den Mont Raimeux.

Der rund 10 m hohe Turm auf dem Mont Raimeux lohnt sich zu erklimmen, da er eine schöne Aussicht, insbesondere hinunter ins Becken von Delémont, bietet.

6,5 Std. bis Hohe Winde:
Nun geht es weiter über schöne, kilometerlange Wald- und Wiesenpassagen zum kleinen Weiler Envelier. Den ersten Teil der Tour habe ich nun hinter mir.

Genug abgestiegen, jetzt geht es wieder bergauf. Zuerst führt der Weg an Bauernhöfen vorbei über einen Forstweg. Später werden die Wege schmaler und steiler. Nun gehe ich ziemlich steil den Waldpfad hinauf bis zum Restaurant Schönenberg, wo ich einkehren werde.

3 Std. bis Hohe Winde:
Die anschliessende Wanderung vom Schönenberg bis zum Matzendörfer Stierenberg über den Höhenzug ist wunderschön: weiter Blick mit Alpenpanorama und unzähligen Jurakämmen, die Grenzsteinmauer, einzelne uralte Ahornbäume und grosse verwitterte Buchen, aber kein Mensch auf weiter Flur.

1 Std. 10 Min. bis Hohe Winde:
Beim Matzendörfer Stierenberg bietet sich eine wunderbare Aussicht über das Guldental. Auf einer Schotterstrasse gelange ich auf den Scheltenpass. Von hier gehe ich über einen Kretenpfad zur Bergwirtschaft Vorder Erzberg. Nun beginnt der letzte Aufstieg über eine Weide zur Hohen Winde.

Bei der Skihütte Hohe Winde geniesse ich die Ruhe der Einsamkeit. Ich mache eine längere Pause und bin wieder einmal fasziniert von der Schönheit des Schwarzbubenlandes. Den Abstieg gehe ich auf dem schnellsten Weg hinunter nach Beinwil zum Schachen über Wald- und Bergstrassen.

Schwierigkeiten:
Gesamte Tour: T1–T2
Daten:
Distanz: 33,6 km
Höhenmeter: 1746 m ⬆️ / 1680 m ⬇️
Zeit: 11 Stunden