Matthorn 2041 m.ü.M - von der Ruhe in den Sturm

Das Matthorn in der Pilatuskette ist ein Bergmassiv in der Schweiz – von dem man einen eindrücklichen Blick auf den Vierwaldstättersee hat.


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Von Lütholdsmatt beim Parkplatz geht es zunächst ein kurzes Stück auf einer Asphaltstraße, dann weiter immer dem Schybach entlang durch matschiges, löchriges Weideland bis zum Birchboden. Dort steht eine einladende Hütte mit einer gemütlichen Holzbank – umgeben von den frisch duftenden Frühlingswiesen.


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Gemütlich gehe ich weiter bergauf, immer dem Wegweiser Richtung Pilatus folgend.
Die Sonne drückt schon fast wie in den Sommermonaten. Hoch oben sehe ich den Pilatus – mit seinen vielen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten. Über ein paar Schneefelder erreiche ich den Verbindungsweg zwischen Pilatus und Matthorn.


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Beim Verbindungsweg bei den "Chilchsteinen" biege ich nach rechts ab und folge einem grasigen Rücken bis unter den Felsaufbau des Matthorns. Zuerst geht es über ein paar kleinere Schneefelder – was aber keine Probleme darstellt.


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Weiter durch die Felsen führt mich ein sehr gut versicherter Steig – mit Drahtseilsicherung (max. T3).


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Bei einem wunderschönen Postkarten-Hotspot zeigt sich einmal mehr, wie traumhaft schön es hier oben ist.


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Die Schlüsselstelle ist heute eine Querung im Schneefeld. Ich muss mich noch einmal konzentrieren, da das Schneefeld sehr steil in abschüssigem Gelände liegt. Im Frühling können die Schneefelder an den dümmsten und exponiertesten Stellen liegen. Glücklicherweise gibt es gute Spuren und Tritte – der Schnee ist im Schatten noch recht hart. Ich meistere diese Stelle hervorragend.

EIGENLOB STINKT ÜBERALL – NUR IN DEN BERGEN NICHT.

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Der Schlussaufstieg ist wieder grasig, und ich erreiche die südwärts gerichtete Gipfelfläche.
Ich sehe das Kreuz – und bin in wenigen Minuten am Gipfel.


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Die Aussicht ist atemberaubend – der Vierwaldstättersee, der Pilatus, die umliegenden Berge.
Nach einer kurzen Rast gehe ich denselben Weg zurück – bis zum Abzweig bei den Chilchsteinen.


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Nun steige ich in Serpentinen hinauf zum Pilatus. Zur Mittagszeit ist es extrem heiß – für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen.
Nach gut einer schweißtreibenden halben Stunde bin ich oben – und freue mich schon auf ein kühles Getränk.


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Nach einer ausgedehnten Pause wollte ich noch ein paar weitere Gipfel anhängen – doch der Weg Richtung Tomlishorn ist gesperrt. Also habe ich kurz den Drachenweg besichtigt und anschließend den Abstieg auf derselben Route vorgenommen.


Schwierigkeiten / Verhältnisse:
Einfacher Bergweg bis zu den Chilchsteinen (T2), Gipfelaufschwung Matthorn (T3)
Gipfelaufschwung Pilatus (T2+)
Die Schneefelder dürfen im Frühjahr nicht unterschätzt werden – sie stellen ein reales Risiko dar.


Route:

  • Lütholdsmatt – Fräkmünt – Chilchsteine: 3 Std.
  • Chilchsteine – Matthorn: 0,5 Std.
  • Matthorn – Chilchsteine – Pilatus: 1 Std.
  • Pilatus – Chilchsteine – Fräkmünt – Lütholdsmatt: 3 Std.

Gesamtzeit: 7,5–8 Std
Aufstieg gesamt: 1.280 hm
Abstieg gesamt: 1.280 hm
Distanz: 16,19 km