Ab dem Parkplatz folge ich der Strasse weiter zu den Häusern von Melchsee-Frutt. Am grossen Wegweiser bei P. 1901 folge ich der Route Richtung Bonistock. Die Morgensonne strahlt auf die Bergspitzen, ich liebe es.

Weiter geht es auf dem Grat Richtung Chringen. Bis zum Sattel am Chringen ist es eine gemütliche Wanderung.
Jetzt beginnt der immer noch gemütliche Anstieg auf die Hohmad. Zwischen Chringen und Gross Hohmad quere ich ein Schrattenkalkfeld mit zahlreichen Dolinen (Karstlöcher). Oben beim Hohmad ist der Barglen blau weiss ausgeschildert.

Jetzt stosse ich in unbekanntes Terrain vor. Steil und ausgesetzt geht es hier den Grat hinunter. Zuerst durch ein kleines, enges Couloir, welches mit zwei Eisenstiften versehen ist. Die nächste Stufe ist schon happiger und mit einem Drahtseil und einem Stift versichert. Dann gelange ich wieder auf einfacheres Gelände, wo ich etwas abwärts gehe und dann in der Flanke, ebenfalls seilversichert, bis zum Gratfuß quere. Jetzt wird es sehr schmal und ausgesetzt. Den waagrechten Grat begehe ich zuerst direkt auf dem Grat und dann etwas angenehmer etwas links unterhalb in einer Rinne.

Anschliessend wird die Route wieder einfacher. Der Weg zieht auf grasbewachsener Fläche nach oben und biegt schliesslich nach Osten um die Ecke. Jetzt warten Felsbänder und grobe Blöcke auf mich, auf dem Weg zum Sattel. Doch auch dieses scheinbar offene und weite Gelände hat seine Tücken. Seilversichert wie bei einem Klettersteig muss ich ein Band queren um anschließend ebenfalls seil- und stiftversichert über Felsbänder abzusteigen. Hier und da helfen Eisenstifte bei der Kletterei.

Schließlich erreiche ich den Grat. Jetzt geht es eine steile, grasdurchsetzte aber gut gestufte Wand hoch. Bevor das Gelände wieder einfacher wird, muss ich noch ein paar Karrenfelder überqueren. Und weiter geht's, denn schon ist das Gipfelkreuz zu sehen. Ich muss nur noch über Schutt nach oben steigen.

Wunderschön! Am Gipfel habe ich eine sagenhafte Rundsicht auf die umliegenden Berge.
Es ist heute so warm am Gipfel zu dieser Jahreszeit, da mache ich eine längere Gipfelrast. Danach gehe ich wieder runter ins Tal über die selbe Route.

Schwierigkeiten: Von der Melchsee - Frutt zum Hohmad über rot-weissen Markierungen. Ab hier ist die Route blau-weiss markiert (T4). Die Schlüsselstelle befindet sich in der Nordflanke des Chli-Hohmad (T5). Die schwierigsten Stellen sind mit Seilen und Stiften gesichert. Absolute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Alpine Erfahrung sind notwendig. Auf- sowie Abstieg 1000 Höhenmeter, in ca. 7 Stunden.