Hasenflüeli, 2411 m ü. M – mit dem Osterhasen am Ostersamstag auf dem Gipfel des Hasenohrs

Ein lohnender Gipfel mit felsigem Kopf oberhalb von St. Antönien im Kanton Graubünden.


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Vom Startpunkt in St. Antönien beim Parkplatz (P3) gehe ich in südöstlicher Richtung über die Bauernwiesen, oberhalb des Weilers Litzirüti vorbei.
Ab hier sieht man, wie im Tal der Frühling mit seinen wunderschönen Blumen erwacht, während oben am Berg noch alles tief verschneit ist.


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Weiter geht es an Höfen und Alphütten vorbei, die mich über Wiesen hinaufführen – die Grundrichtung bleibt dabei gleich.
Ich halte mich weiter rechts, überquere den Bach und erreiche über eine Geländestufe die südwestlich gelegene Alphütte Gafia.


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Jetzt heißt es wieder: Schneeschuhe an! Bis hierher war es komplett schneefrei. Ich folge den Spuren nach oben, später halte ich mich links – also in Richtung Süden –, und es geht stetig bergauf. Diese Wärme im Frühlingsschnee ist unglaublich: es tropft und tropft – ich fühle mich schlimmer als ein Wasserfall. Dann dreht die Spur nach links, Richtung Südwesten, hinein in ein kleines Tälchen.


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Hier wird es sehr steil, der Weg führt direkt auf den Kamm zu, der sich vom Hasenflüeli bis hinüber zum Eggberg zieht.
Zu meiner Überraschung ist die Schneedecke trotz der warmen Temperaturen gut durchgefroren – perfekt für den Aufstieg.


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Ich erreiche – zuletzt ziemlich steil – den Rücken des Kamms. Erstmal durchatmen und einen Blick zurück auf die überwundenen Höhenmeter werfen.


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Und jetzt ist es soweit: Was für ein Anblick! Ich bin schockverliebt! Unglaublich faszinierend – dieser Blick auf die Hasenohren. Es geht über eine Rinne hinauf zum rechten Hasenohr. Hier richte ich mein Schneeschuhdepot ein.


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Nun quere ich auf der Südwestseite unter den Felsen entlang bis zu einer kaminartigen Rinne.
Meine Lust auf diese kurze alpine Einlage lässt sich kaum in Worte fassen.


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Ich steige durch die Rinne auf eine Scharte – klettertechnisch macht das richtig Spaß. Es gibt noch ein paar Schneereste, aber mit bedacht gesetzten Tritten geht es sicher hinauf. Ich sage mir: „Kurz durchschnaufen – nach oben schauen – meine Routenwahl studieren – wo setze ich am besten Hände und Füße für gutes Klettergeschick?“


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Die Rinne lässt sich gut begehen, dann noch über den Grat – das Gipfelkreuz ist bereits zu sehen.
Ziemlich ausgesetzt, aber machbar, geht es über den Grat bis zum Gipfel.


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Ich – und mein Schoggihase – stehen am Gipfel und sind begeistert von dieser faszinierenden Felsformation.


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Nach der Gipfelpause steige ich vorsichtig wieder ab. Für den Abstieg in der Rinne nehme ich den Pickel zur Hand – er gibt mir den nötigen Halt und Sicherheit.
Der restliche Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg. Teilweise ziehe ich die Schneeschuhe aus und rutsche mit dem Allerwertesten hinunter.


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Schwierigkeiten:
Die Bergtour auf das Hasenflüeli wird als Route mit alpinem Charakter eingestuft. Die letzten Meter zum Gipfel erfordern Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und etwas Orientierungssinn.
Die Tour bis zum Schneeschuhdepot wird mit WS (wenig schwierig) bewertet. Der alpine Charakter des Gipfelkopfs entspricht der Schwierigkeit T4.


Route:
St. Antönien Rüti – Hasenflüeli – St. Antönien
Aufstieg: 1000 hm in ca. 4 Stunden
Abstieg: 1000 hm in ca. 3 Stunden