Grenzgipfel zwischen dem Südtiroler Vinschgau (Italien) und Graubünden in der Schweiz.

Vom letzten Parkplatz in Taufers im Südtirol folge ich der Schotterstrasse bis zur Mangitsalm taleinwärts. Gemütlich geht es durch die Wiesen hinauf zur Mitteralm und weiter zur kleinen Pravierthütte mit wunderbarem Blick auf Ortler und Piz Chavalatsch. Von hier über immer steilere Grashänge nach oben und später über steiniges Gelände.

Nun geht es weglos über Geröll in die kleine Scharte (ca. 3100 m.ü.M) zwischen Piz Sesvenna und Piz Foratrida. Der Aufstieg im Geröll ist mühsam und kräftezehrend, die Aussicht am Bergkamm dafür atemberaubend und weit. Unter mir öffnet sich der kleine Sesvennagletscher und gegenüber zeigt sich die Ortlergruppe.

Unter Beobachtung einiger Gämse kletterte ich schliesslich über die grossen Felsblöcke des Ostgrates (1er bis 1+ Kletterstellen) zum Gipfel des Piz Sesvenna. Die roten Punkte und die Steinmännli helfen bei der Routenfindung.

Die Aussicht auf diesem Grenzberg ist unbeschreiblich!
Bald trete ich den Rückweg an. Er führt mich mit Blick auf Piz Starlex und Piz Urtiola zurück in das Hochtal und schliesslich über die Grashänge wieder hinunter zum Auto.

Schwierigkeiten: Im steinigen Gelände bis zum Kamm weglos (Alpinskala T4), danach über dem Ostgrat braucht es klettertechnisch ein wenig Geschick, aber für erfahrene Bergsteiger gut machbar.
Sehr schöne Tour mit Kraxelspass am Gipfelgrat. Aufstieg sowie Abstieg 1450 Höhenmeter. Zeitbedarf 7 - 8 Std.