Simmenfälle – Iffigenalp (1'584 m ü. M.) – AlpnessTrail #5

Das Ziel des heutigen Tages ist die Iffigenalp, welche auf dem AlpnessTrail liegt. Mit dem AlpnessTrail erschliesst sich Weitwandernden eine Rundroute mit 13 Etappen über die Alpen des Saanenlands und des Obersimmentals. Meine Freundinnen und ich werden über die wunderschönen Simmenfälle zur Iffigenalp wandern.


06.06.2026


Wir starten in der milden Frühe auf dem Parkplatz Marktplatz in Lenk im atemberaubenden Simmental. Wichtig zu wissen ist, dass es hier nur sehr wenige öffentliche Parkplätze gibt, auf denen man 24 Stunden parkieren darf. Das gilt es zu beachten und zu respektieren.

Obwohl wir schon knapp dran sind, den stündlich fahrenden Bus zu erwischen, schaffen wir es mit einem kleinen Sprint zum Aufwärmen auf die Minute genau in den Bus B283. Nun sind wir unterwegs zur Haltestelle Simmenfälle.

Angekommen bei einem sehr spannenden Hotel, das komplett digitalfrei ist und mit seiner herzlichen Gastfreundschaft überzeugt, machen wir uns direkt an den steilen Aufstieg zu den imposanten Simmenfällen.


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Es gibt zwei Wanderwege, um unser erstes Ziel, die Rezlialp, zu erreichen. Man kann entweder den etwas längeren, dafür weniger steilen Weg wählen oder, so wie wir aufgrund einer äusserst sportmotivierten Freundin, den direkten Anstieg entlang der Simmenfälle in Angriff nehmen. Hier ist allerdings bereits ordentlich Ausdauer gefragt. Gleichzeitig wird das Unterhalten praktisch unmöglich, denn man kommt erstens aus dem Staunen nicht mehr heraus und zweitens ist die Geräuschkulisse schlicht gigantisch. Da hilft es auch nichts mehr, um Hilfe zu rufen, wenn einem bereits die Puste ausgegangen ist.

Nach einer herrlich frischen Naturdusche durch die Gischt der Simmenfälle führt der Weg auf einer asphaltierten Strasse durch den Wald. Auch hier kommt man rechts und links aus dem Staunen kaum heraus.


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Nach gut einer Stunde erreichen wir die Rezlialp und sind erst einmal völlig überwältigt. Das Panorama, das sich hier eröffnet, lässt einem buchstäblich die Sprache verschlagen. Nebst der herzlichen Bedienung, einem herrlichen Plättli mit regionalen Käse- und Fleischspezialitäten sowie einem passenden Glas Weisswein fällt es uns entsprechend schwer, nochmals aufzustehen und weiterzuwandern.


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Nach dem Auftanken, inklusive einer ordentlichen Portion Vitamin D, geht es weiter zum Ursprung der Simmenfälle. Dieser Anblick ist gleichzeitig atemberaubend und faszinierend. Doch auch hier müssen wir uns irgendwann wieder losreissen und machen uns auf den Weg über einen gemütlichen, ebenen Wanderweg, umgeben von blühenden Wiesen.


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Doch bald ist Schluss mit gemütlichem Spazieren. Der nächste Aufstieg führt uns durch ein Waldstück. Der Schweiss läuft bereits in Strömen und bei meinen Ladies kommen die ersten Zweifel auf, ob sie das wirklich schaffen werden. Natürlich muntere ich sie fleissig auf und verspreche, dass der Anstieg bald vorbei sei. Nur leider lüge ich sie die ganze Zeit an, um sie bei Laune zu halten. Sorry, Ladies. ❤️


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Nach dem Waldstück öffnet sich eine Wiese mit friedlichen Kühen, die weiterhin steil bergauf überquert werden will. Wir marschieren im Entenmarsch und sogar mein Hund läuft uns wie ein Entlein hinter uns her und hält respektvoll Abstand. Er weiss genau: Abstand zu Kühen oberste Priorität, denn sonst kann es ziemlich ungemütlich werden.

Doch auch dieser Abschnitt ist nach einem kurzen, intensiven Aufstieg geschafft. Beim Blick zurück wird uns bewusst, wie viele Höhenmeter bereits hinter uns liegen. Die Aussicht ist schon hier einfach bombastisch.

Weiter geht es rechts weiter (natürlich bergauf) über eine weitere Wiese. Der Weg steigt angenehm an, wenn da nur die Hitze nicht wäre. Diese lässt meine Frauen erneut daran zweifeln, ob das Bergaufgehen denn wirklich bald ein Ende hat. Leider nein. Ich habe schon wieder gelogen. 😇


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Aber sie kämpfen sich tapfer weiter und das mit Erfolg! Nachdem wir konstant steil über eine riesige Grünfläche aufgestiegen sind, erreichen wir eine wunderschöne Alp, die zurzeit noch nicht bewirtschaftet wird. Wieder wird uns bewusst, wie viele Höhenmeter wir gerade eben "mal schnell" zurückgelegt haben.

Nach einer kurzen Trink- und Verschnaufpause geht es auf herrlichen Wiesenpfaden angenehm eben weiter, bevor der Weg tatsächlich hinunterführt und natürlich ebenfalls steil. Hier empfehlen sich Walkingstöcke, um die Knie etwas zu entlasten.


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Jetzt geht es zügig voran. Wir passieren nochmals eine Alp mit vielen Kühen, bevor sich ein wunderschönes Tal voller Blumen, Tiere, Bächlein und Natur pur vor uns öffnet.

Und da sehen wir bereits unser Ziel: Die Iffigenalp!
Ein letzter, steiler Abstieg führt uns entlang idyllischer Bäche, bevor wir völlig erschöpft, aber überglücklich unser wohlverdientes Feierabendbier auf der wunderschönen Terrasse der Iffigenalp geniessen.


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Schwierigkeiten:
• Dauer: 3:13 h
• Distanz: 8,3 km
• Höhenmeter: 797 m ↑ / 317 m ↓


Fazit:
Ja, es geht viel bergauf, aber der Lohn dafür ist jede Anstrengung wert. Atemberaubende Panoramen, zahlreiche Einkehrmöglichkeiten und eine abwechslungsreiche Route machen diese Wanderung zu einem echten Highlight. Trotz der vielen Höhenmeter ist sie mit etwas Durchhaltewillen auch ohne spezielles Vortraining gut machbar.