Die Drei Türme prägen mit ihrer unverwechselbaren Silhouette das Landschaftsbild des Rätikons und gelten als Wahrzeichen des Montafons. Diese anspruchsvolle Bergtour führt mich tief hinein in eine eindrucksvolle Hochgebirgswelt aus hellem Kalkfels.
26. Juli 2026
Da ich eine grosse Tour auf dem Plan habe und rechtzeitig um 17.00 Uhr bei der Hütte sein möchte, muss ich ein wenig Gas geben und darf nicht herumdrödeln.
Die Bergtour starte ich in Latschau. Um 7.00 Uhr geht es beim Parkplatz los. Zunächst wandere ich durch das Gauertal bis zur Lindauer Hütte.
Es ist ein landschaftlich schöner Aufstieg mit nur mässiger Steigung. Ich versuche, zügig bergauf zu gehen. So erreiche ich die Lindauer Hütte etwas schneller als geplant, sehr gut, so kann es weitergehen!
Von der Lindauer Hütte folge ich nun der Beschilderung in Richtung Drusentor und Drei Türme. Der Pfad führt mich zwischen Sulzfluh und Drusenfluh hindurch.
Ich laufe nicht ganz bis zum Drusentor, sondern biege an der beschilderten Abzweigung nach rechts in Richtung Drei Türme ab. Ab hier ist der Weg nicht mehr offiziell markiert.
Als Orientierung dient mir der Sporaturm, ein markanter Felsturm, der den Drei Türmen vorgelagert ist. Zunächst gehe ich direkt auf ihn zu und steige anschliessend links an ihm vorbei. Dabei überquere ich einen steilen Schutthang mit losem Gestein. Hier besteht erhöhte Steinschlaggefahr.
Ich achte daher besonders auf genügend Abstand zu anderen Bergsteigenden. Entlang des weiteren Anstiegs helfen einzelne Markierungen und Steinmännchen bei der Orientierung.
Anschliessend erreiche ich ein Kar, das links des Mittleren Drusenturms steil nach oben führt. Gegen Ende nimmt die Steigung deutlich zu.
Auf der rechten Seite des Kars befindet sich ein Drahtseil, das mir sehr hilft, denn im Kargelände ist es enorm rutschig.
Nach etwa 20 Minuten erreiche ich den Sattel zwischen dem Grossen und dem Mittleren Drusenturm.
Vom Sattel gelange ich in kurzer Zeit zum Gipfelkreuz auf dem Mittleren Turm.
Zum Grossen Turm gehe ich vom Sattel nach links und erreiche nach rund zehn Minuten den höchsten Punkt der Drei Türme auf 2.830 Metern. Dort befindet sich ein Gipfelbuch, jedoch kein Gipfelkreuz. Auf beiden Gipfeln ist die Aussicht einfach gigantisch.
Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg. Ich steige über das Kar und den Schutthang zurück zur Lindauer Hütte. Der Abstieg über das lose Gestein und das Kar ist sehr kräftezehrend. Bald erreiche ich jedoch die Lindauer Hütte, wo ich heute übernachte. Ich bin sogar eine Stunde schneller als gedacht.
Nun freue ich mich auf das Hüttenambiente und den super Drei-Türme-Knödelteller.
Am nächsten Tag gehe ich gemütlich zurück nach Latschau.

Schwierigkeiten:
• Auf- und Abstieg zur Lindauer Hütte: T1/T2
• Lindauer Hütte bis zur Verzweigung: T3
• Ab der Verzweigung bis zum Gipfel: T4

Fazit:
Für mich war diese Tour in diesem eindrücklichen Gelände einfach grossartig. Die Drei Türme sehen so spektakulär aus, dass man unbedingt hinauf möchte. Die Übernachtung auf meiner Hütte des Monats war einmalig, hier kann man es sich richtig gut gehen lassen.