Der Gipfel ist in der Region Diemtigtal im Berner Oberland. Im Winter ein sehr viel besuchter Schneeberg.

Bei -12 Grad um 8.00 Uhr und damit vor dem grossen Ansturm geht's los vom hinteren Parkplatz im Grimmialp. Trotzdem werde ich unterwegs noch allerhand Volk sehen.

Nun folge ich der Route talaufwärts, den Bach entlang.
Weiter geht es durch den wunderschönen Wald, der frisch mit Neuschnee geschmückt ist.

Auf einem tiptop gespurten Weg schneetoure ich im Bachtobel hinauf, wo ich über mehrere Brücken das geschlossene Berghaus Grimmi mit den ersten Sonnenstrahlen erreiche.

Mit dem Berghaus Grimmi erreiche ich auch die Baumgrenze. Vor mir thront das Rothorn.
Über wunderschönes Hügelgelände Richtung Grimmifurggi geht es hinauf.

Ich mache wieder einmal eine eigene Spur, da ich nicht gerne die vorhandene Spur der Skitourler kaputt machen möchte.

Mit den Schneeschuhen ist der frische 40 bis 50cm Pulver-Neuschnee, nicht ganz so einfach zum Aufsteigen.
Es ist so anstrengend immer wieder diese Sinkerei, ich habe total denn 'Anschiss'.
Ich überlege bei jedem Schritt, ob es heute einfach keinen Sinn macht.
Aber wie des Öfteren, ist der Wille auf den Gipfel zu gehen, grösser als die Anstrengung.
So sage ich mir:
Schnexx reiss dich zusammen, du schaffst das schon.

Also gehe ich weiter schneestampfen über Querrungen, schöne und schweisstreibende Schneehänge nach oben, und bin kurze Zeit später am Grimmifurggi.

Am Furggi ist der Routenverlauf eher einfach, auf der südlichen Seite der Gratschneide zum Gipfel.
Ich sehe, der Gipfelaufschwung ist ziemlich abgeblasen, ich schreie 'Juppii' vor Freude da ich weiss, mit den Schneeschuhen sind dies perfekte Bedingungen.

Die letzten 300 Höhenmeter geht es steil nach oben, aber ein Genuss nach den Strapazen im unteren Teil der Route. Wenig später sehe ich die vielen Menschen am Gipfel mit Kreuz, GESCHAFFT!

Ich geniesse denn grandiosen Ausblick, die Sonne, das wolkenlose Wetter, das Berner Oberland, die Natur, und sünnele noch ein bisschen.

Bergab geht es denselben Weg zurück. Der Abstieg im Pulverschnee ist zum Geniessen.

Schwierigkeiten und Bedingungen:
Da die Lawinensituation erheblich ist nach dem Schneefall, musste ein wenig gefährliches Lawinengebiet ausgewählt werden.
Schneeschuhskala Wt3 / WS-

Bergauf: 1160 Höhenmeter in 4,5 Stunden.
Bergab: 1160 Höhenmeter in 2,5 Stunden.