Beim Parkplatz bei der Alpkäserei Lipplisbüel geht es los. Die ersten Höhenmeter bin ich noch mit der Stirnlampe unterwegs. Es geht steil, aber abwechslungsreich hinauf. Dies hat dann aber den Vorteil, dass man bis zur Alp Zingel schnell an Höhe gewinnt.

Weiter geht es in Serpentinen bis zum Obere Träsmeren. Bevor ich diese allerdings erreiche, muss ein ungefährliches Felsband traversiert werden. Ist man durch diese Felspartie hindurch, erblickt man den Alpstall Obere Träsmeren.

Die Morgenstimmung auf dieser Alp ist heute Morgen unglaublich schön, der frische angezuckerte Schnee und die Sonne, die über dem Bergkamm blickt, ist einzigartig. Gleich wenige Meter hinter der Alp zweigt der Weg links ab. Jetzt geht es zum Sunnigen First hoch. Das Gipfelkreuz ist zwar schon längst sichtbar, bis zum Ziel habe ich aber noch etwas mehr als 200 Höhenmeter hochzusteigen. 50 Minuten sind ab Obere Träsmeren bis zum Gipfel einzurechnen. Die Verhältnisse sind nicht ganz einfach im Schnee, da es manchmal sehr rutschig sein kann, aber mit der nötigen Vorsicht geht es schnell bergauf.

Auf dem breiten Gipfelgrat gibt’s dann die Belohnung für den Aufstieg, eine herrliche Rundsicht. Die Mühen des Aufstiegs haben sich bei der Aussicht mehr als gelohnt. Ich schaue mir verzückt das wunderschöne Bergpanorama an. Nach der kleinen Gipfelrast und dem starken Föhnsturm mache ich mich wieder auf dem gleichen Weg hinunter. Beim Abstieg mache ich bei einer Sitzbank Pause, nehme mein Wasserkocher hervor und geniesse den heissen Kaffee und Suppe mit Bergblick.
Sehr spezielle Tour, unten Herbst - oben Winter.

Schwierigkeiten: Bei normalen Verhältnissen einfache markierte T3 Tour. An diesem Tag waren die Verhältnisse ab 2000 Höhenmeter mit 20 bis 30cm Neuschnee etwas schwieriger. Da es sehr rutschig ist, sollte man geübt sein im Schnee bergauf zu gehen. Für die gesamte Tour braucht man ca. 6.5 bis 7 Stunden 1200 Höhenmeter bergauf sowie bergab.